Letzte Woche bei Railware

18.5.2003

Ob wohl irgend jemand diesen Bericht lesen wird ? Vermutlich sitzen alle an ihrer Anlage und probieren das neue Update aus. In der letzten Woche mehrten sich die E-Mails mit Nachfragen zum Erscheinungstermin. Die lassen sich in zwei Kategorien teilen: die einen sind von einem Fehler betroffen oder sind sich nicht sicher und warten nun auf Gewissheit und die anderen wollen neue Funktionen ausprobieren. Na, hoffentlich sind die nicht enttäuscht, denn die Neuerungen halten sich doch in Grenzen. Fehlerbeseitigung und Ertüchtigung der Software für ganz bestimmte Fälle gehen einfach vor.

Relativ viele Zuschriften erhielt ich zum Thema der letzten Woche: Wendezüge und Signalposition. Für eine Gruppe war das offenbar nichts neues, während die Anderen wohl etwas überrascht von den Aussagen zur richtigen Position von Signalen und deren Auswirkungen war. Was lerne ich daraus ? In den Beschreibungen und Dokumentationen ist nicht genügend herausgestellt, das ein Gleisbild nicht nur der bloßen Anzeige dient, sondern Basis für alle Entscheidungen ist - die intelligenten Gleise.

Wir wohnen in der "Allée des Chênes", der Eichenallee. Sie ist nicht besonders lang, denn es gibt nur 8 Anlieger. Übrigens ist das gesamte Lotissement Privatgelände. Viele Eichen gibt es hier aber nicht mehr. An der Grenze unseres Grundstückes befinden sich dafür gleich 3 und nur der Nachbar nebenan hat noch einige auf seinem Grundstück. Warum ich das erwähne ? Nun, sie sind wieder zurückgekehrt: Les Chenilles ! Auf deutsch heißen sie Prozessionsspinner, glaube ich. Es sind kleine Raupen mit langen weißen Härchen. Nicht nur, das sie die Blätter der Eichen fressen, sie rufen beim Menschen starke allergische Reaktionen hervor. Im letzten Jahr war es schlimm für uns und fand sogar in den europäischen Medien Beachtung. Hat uns aber nicht geholfen. Aber der zeitweise kalte Winter und die Hubschrauber, die flächendeckend alle Gebiete mit Eichen (davon gibt es hier sehr viele) eingestäubt haben, haben die Raupen stark dezimiert. Gut für uns und für die Eichen, denn andernfalls wären wir für 6 Wochen ausgezogen und unsere Eichen wären dauerhaft geschädigt. So alle 7 bis 8 Jahre wiederholt sich das Ganze hier in der Region. Und so sieht man hin und wieder einen Softwareentwickler mit einem Fernglas die Bäume bestaunen und mit langen Stangen hantieren ...

Noch etwas ist zurückgekehrt: die Anwohner und Touristen. die zweitgenannten bevölkern artig den nahen Tierpark und den See. Auf dem See bewegt man sich üblicherweise "zu Fuß", allenfalls nimmt man den Wind zur Hilfe. Die Benutzung von Benzinmotoren ist eingeschränkt. Bei den Anwohnern ist das anders. Am Wochenende überfallen sie uns und probieren allerlei Maschinen in ihrem Garten aus. Zugegeben, auch ich fahre gelegentlich mit dem Rasenmäher herum, aber nicht am Wochenende. Nun, hier tickt die Welt eben anders ...
Ach ja, Garten: da ich nicht so viel Zeit habe, sieht er halt nicht mehr ganz so toll aus. Zugegeben, ich habe auch noch ein anderes Problem. Denn den Unterschied zwischen den kultivierten und den unkultivierten Kräutern erkenne ich oft erst wenn es zu spät ist. Besonders das Unkraut scheint zu sprießen, denn noch etwas ist wieder da: der Regen ist zurückgekehrt. Wurde auch Zeit; die Regenwassertonnen sind schon seit Wochen leer.

Genau das richtige Wetter um mal wieder in die Sauna zu gehen. Die steht bei mir im Garagenanbau und ist schon aufgeheizt. Aaach, der Spaziergang durch den kühlen Regen wird mir spaß machen ...

... einmal nicht an die Modelleisenbahn denken. Einmal vergessen, das die Zeit nach einem Update nur die Zeit vor einem Update ist.

A prochaine semaine

Dieter Hinz

 

 

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